JUSO-KANDIDAT*INNEN AUS OBERBAYERN

SEIJA KNORR-KÖNING

Seija Knorr-Köning ist taff, sie weiß was sie will. Sie hat sich in diesen Wahlkampf gestürzt, plakatiert, postet, zoomt und überzeugt die Menschen ob auf der Straße oder im Netz. Sie hat klare Ziele und ebenso klare Überzeugungen.

Als ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin weiß sie, wo der Schuh in der Branche drückt, die wir in den letzten Monaten als so systemrelevant und bewundernswert entdeckt haben. Wenn sie aus eine Nachtschicht kommt freut sie sich deshalb nicht nur auf ihr Bett, sondern verteilt schon mal Frühstück und Flyer an die nachkommenden Kolleg*innen. „Ich bin jeden Tag mit unserem Gesundheitssystem konfrontiert. Ich weiß was ich verändern möchte“ sagt sie und fordert vehement bessere Arbeitsbedingungen für Pflegepersonal und eine Bürger*innenversicherung.

In ihrem Beruf habe sie zudem sehr schnell gelernt, „dass die unterschiedlichsten Menschen im Grunde dieselben Bedürfnisse haben“, soziale Herkunft, finanzielle Möglichkeiten, Geschlecht oder Alter sollten deshalb keinen Einfluss auf die Chancen und Möglichkeiten von Menschen haben. Seija will Gerechtigkeit, das Patriarchat abschaffen, effektive und faire Klimapolitik machen und Kinderarmut beenden. „Wir brauchen eine Kindergrundsicherung, weil kein Kind in Armut aufwachsen, sondern selber abgesichert werden sollte, damit Armut nicht mehr erblich ist“ sagt die junge Mama eines Sohnes.

Auch für seine Zukunft will Seija Knorr-Köning kämpfen und im Bundestag für ein gerechteres Deutschland arbeiten. Mit ihrer taffen Art wird sie sich dort sicherlich Gehör verschaffen können.

ANDREAS MEHLTRETTER

Andreas Mehltretter wirkt in allem was er tut besonnen, er nimmt sich Zeit, bevor er antwortet, jedes seiner Statements ist durchdacht und meist so klar und strukturiert, dass man ihm einfach zustimmen muss.

Andreas wirkt wie für den Bundestag geschaffen, er hat an der LMU Volkswirtschaftslehre studiert und seinen Master in Economics gemacht, ein Semester an der University of Wisconsin und promoviert am Geschwister-Scholl-Institut.
Er kann in jeder Diskussion mit seinem Fachwissen punkten und ganz ruhig die Debatte an sich reißen, doch er tut es nicht, er hört auch zu. „Ich will die Menschen von unseren Lösungen überzeugen, dazu muss ich aber auch ihre Probleme hören“, in seiner Heimat Freising wurde er mit seiner offenen und kompetenten Art 2020 in den Stadtrat gewählt und zum Referent für Wirtschaft und Digitalisierung gemacht.

Einen ähnlichen Erfolg will er auch bei der Bundestagswahl feiern. Wenn er über seinen Plan von einer sozialen und fortschrittlichen Bundespolitik spricht, merkt man, dass hinter diesen strukturierten Fassade ein Meer von Idee brodelt. „Ich möchte im Bundestag wirklich etwas verändern und dieses Land auf vielen Gebieten weiterbringen, wir brauchen einen starken Sozialstaat, Investitionen in Digitalisierung, eine konsequente Energiewende und eine gerechte Verteilung von Vermögen und Eigentum.“

Für seinen Wahlkreis und ganz Deutschland will er mehr soziale Gerechtigkeit erreichen und sich dem Rechtsruck entschieden entgegenstellen, dafür hat er 2017 bereits kandidiert und dafür kämpft Andreas Mehltretter auch 2021 ganz ruhig und unaufgeregt aber mit klaren Zielen.

MAGDALENA WAGNER

Magdalena Wagner hat Visionen und weiß, dass sie mit ihnen in den Bundestag und nicht zum Arzt muss. Eigentlich sieht das Leben der studierten Schulpsychologin und Lehrerin auf den ersten Blick sehr ruhig und fast ein bisschen zu perfekt aus.

Ihr Arbeitsstelle ist nicht weit entfernt von dem Ort ihrer Kindheit in Egmating, wo sie sich seit 2014 für die Menschen der Kommune im Gemeinderat einsetzt und in dem sie mit ihrer WG und einigen Hühnern einen alten Bauernhof bewohnt, von dem aus man in die Berge blicken kann. Sie könnte es bei dieser Idylle belassen, doch sie will nach Berlin!

Den Stress, das Chaos und den fehlenden Bergblick will sich die 29jährige antun, weil sie „Chancen für die zukünftige Generation schaffen“ will und es „viele Dinge gibt, die man kommunalpolitisch einfach nicht lösen kann.“ Deshalb hat Lena ihre politische Begeisterung erst auf Oberbayernebene zu den Jusos Oberbayern ausgeweitet und schließlich auch den Schritt in den Vorstand der Bayern SPD gewagt. Jetzt will sie diesen Weg konsequent weiter gehen und in den Bundestag auf die ganz große Bühne, weil sie dort die Dinge anpacken kann, die sie für die Menschen in Egmating, Bayern und Deutschland verändern will.

Lena sitzt auf einem Koffer voller Ideen, mit denen sie am liebsten direkt den nächsten Zug nach Berlin nehmen würde. Sie will das System Schule neu denken, den ÖPNV fördern, Kinderarmut bekämpfen und Gesundheitsvorsorge verbessern. „Chancen schaffen“ ist ihr Wahlkampfmotte und spricht sie darüber nimmt man ihr jedes Wort ab, sie glaubt an die Ziele, für die sie kämpft.

Um sie zu erreichen will Lena Wagner nun in den Bundestag und sich dort jeden Tag für die Menschen und ihre Chancen einsetzen. Die Visionen wollen Wirklichkeit werden.

KORBINIAN RÜGER

Überzeugte Europäer braucht das Land, damit seine Grenzen überwunden werden und Zusammenarbeit erfolgreich gestaltet werden kann. Korbinian Rüger ist so ein überzeugter Europäer, der Grenzen einreißen und für ein geeintes und solidarisches Europa einstehen will.

Der 32jährige hat, bevor er an der renommierten Oxford University promovierte und seine Lehrstelle an der LMU antrat, in Bayreuth Volkswirtschaftslehre und Philosophie studiert und in beiden Fächern eine Notwendigkeit der EU gefunden: „Europa ist ein Garant für Frieden und eine gerechtere Welt und die Voraussetzung für unseren Wohlstand!“

Aus dieser Überzeugung heraus ist Korbinian seit dem Beginn seines politischen Wirkens für die EU im Einsatz, erst für den Verein project for democratic union, dann als Kandidat bei den Europawahlen und jetzt im Fachforum Europa der Bayern-SPD. Er ist Europäer aus Überzeugung und fordert eine Demokratische Reform und endlich eine solidarische Union, die sich auch wehrhaft gegen die Orbans dieser Welt zur Wehr setzt. „Das Klein-Klein muss vorbei sein, wir müssen jetzt entschlossen den nächsten Schritt der europäischen Integration gehen!“

Bei seinen Forderungen lässt sich Korbinian als Philosoph aber nicht nur durch die Großen Leitlinien von Ethik und Moral leiten, sondern hat auch ein offenes Ohr für die Belange der Bürger*innen seines Wahlkreises. Dort will er mehr bezahlbaren ÖPNV schaffen, Wohnen in einer der teuersten Gegenden der Welt wieder bezahlbar machen, klimagerechtes Wirtschaften vorantreiben und vor allem vorausschauend Politik machen, um nicht unvorbereitet in die nächste Krise zu schlittern. Korbinian Rüger ist überzeugt von seinen Ideen und den Reformen, die er anstoßen möchte.

Im Kleinen vor Ort aber besonders im Großen im Bundestag und der europäischen Bühne will er Politik mitgestalten. „Eine wirkliche europäische Union kann vieles bewegen“, davon ist er überzeugt und das ist auch gut so, denn überzeugte Europäer braucht das Land, damit seine Grenzen überwunden werden und Zusammenarbeit erfolgreich gestaltet werden kann.

CARMEN WEGGE

Carmen Wegge ist keine Frau der halben Sachen, wenn die 31jährige Bundestagskandidatin etwas stört, sagt sie es, und zwar deutlich. Carmen kämpft jeden Tag, jede Stunde, für die Kulturszene, und gegen das Patriarchat, für mehr Digitalisierung und weniger Polizeiaufgabengesetz, für ein echtes Einwanderungsgesetz und gegen Rechts.

Kennt man sie nur flüchtig würde man denken, Kämpfen ist ihr einziger Lebensinhalt, so viel Zeit und Energie steckt sie in ihr politisches Engagement. Doch sie ist noch viel mehr, junge Mutter, baldige Richterin und begeisterte Poetryslamerin, weit gereist, im Vorstand der Jusos Bayern aktiv, im SPD-Landesvorstand und eben Bundestagskandidatin.

Wie schafft sie das alles und woher nimmt sie die Energie für den dauernden Kampf? „Hauptsächlich Wut“ sagt Carmen und lacht „nein im Ernst, ich will die Welt verändern, manche mögen das idealistisch finden, ich habe es nach beinahe zehn Jahren nicht verloren.“ Begonnen hat ihr Kampf ganz klein im beschaulichen Olching, in das sie mit 15 Jahren mit ihrer Familie gezogen war.

Sie setzte sich für die Jugend ein und schrieb für die SZ Jugendseite. Über zehn Jahre später will sie jetzt in den Bundestag, denn „Veränderung beginnt zwar im Kleinen, endet aber im Großen“ und diese Veränderung will Carmen jetzt erreichen. Mit Kampfgeist, einer kleinen Portionen Wut, aber vor allem mit Aufbruchsstimmung will sie „mutig sein“ und die Welt verändern, denn „es wird endlich Zeit, dass sich junge Menschen politisch den Einfluss holen, den sie verdienen“.

Dafür wird Carmen Wegge bis zur Bundestagswahl und sicher auch darüber hinaus immer weiterkämpfen.